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Widerstand: Die Weiße Rose
(von Melanie Fromm und Svenja Gedowsky)
Die Mitglieder der Weißen Rose waren:
Kurt
Huber ( 1893-1943 ) Professor für Philosophie und Psychologie |
Hans
Scholl ( 1918-1943 ) Medizinstudent |
Sophie
Scholl ( 1921-1943 ) Biologiestudentin |
Christoph
Probst ( 1919-1943 ) Medizinstudent |
Alexander
Schmorell ( 1917-1943 ) Medizinstudent |
Willi
Graf ( 1918-1943 ) Medizinstudent |

Hans Scholl Sophie
Scholl
Die
Geschichte der Geschwister Scholl :
Wie v
iele
andere Jugendliche zu dieser Zeit waren auch die Geschwister
Scholl zunächst von der Hitlerjugend (HJ) und dem Bund deutscher
Mädchen (BDM) begeistert. Ihre kritische Einstellung gegenüber
der NS-Diktatur entwickelte sich erst, als Hans Scholl seinen
Arbeitsdienst an der Ostfront absolvierte. Sie beschlossen
Widerstand zu leisten und gründeten die Widerstandsgruppe die "Weiße
Rose".
Rückblick
auf ihre Jugend :
Ihr Vater
Robert Scholl ( 1891-!973 ) war Bürgermeister von Ingersheim
und später von Forchtenberg . 1932 wurde er Wirtschafts-und
Steuerberater .
Ihre Mutter
Magdalene Scholl geb. Müller ( 1881-1958 ) . Sie war als Diakonisse
ausgebildet .
Ihre Geschwister
waren Inge ( geb.1917 ) , Elisabeth ( geb.1920 ) , Werner (
geb. 1922, seit Mai 1944 in Russland vermisst ) .
Im März 1937
bestand Hans Scholl sein Abitur an der Ulmer Oberrealschule.
Danach fing er einen halbjährigen Arbeitsdienst in Göppingen
an. Im Oktober trat Hans seinen Wehrdienst bei der Kavallerie
in Bad Cannstatt an. Im Dezember wurde er für fünf Wochen in
Untersuchungshaft gesperrt, wegen "bündischer Umtriebe".
-1939 begann Hans sein Medizinstudium in München .
Im März 1940
hat Sophie Scholl ihr Abitur bestanden. Im Mai begann sie ihre
Ausbildung zur Kindergärtnerin am Ulmer Fröbel-Seminar . Hans
war zu dieser in Frankreich stationiert.
Die "Weiße
Rose" erwacht zum Leben:
Im
1941 gründeten Hans und Sophie die Widerstandsgruppe die "Weiße
Rose" zusammen mit ihren Freunden Christoph, Alexander,
Willi Graf und mit Professor Kurt Huber.
Ihr Widerstand
gegen Hitler und den Nationalsozialismus bestand vor allem
darin, dass sie Flugblätter in ihrer Universität verteilten,
die sie zuvor illegal gedruckt hatten. Mit diesen Aktionen
versuchte die "Weiße Rose", andere Studenten auf
ihre Seite zu bekommen, was aber sehr schwer war, da die meisten
Angst hatten, von der Gestapo (der Geheimen Staatspolizei)
erwischt zu werden. Außerdem gab es unter den Studenten eine
große Protesthaltung, so wurden nur wenige in der Gruppe aufgenommen,
denn sie mussten aufpassen, nicht an einen Spitzel der Gestapo
zu geraten. Christoph Probst wurde aus allen gefährlichen Aktionen
herausgehalten, weil er schon eine Familie hatte. Er nahm jedoch
so oft er konnte an den Treffen in München teil.
"Unsere
Aufgabe wird sein", sagte Professor Huber, "die
Wahrheit so deutlich und hörbar als möglich hinaus zu rufen
in die deutsche Nacht". Der einzelne, der vereinsamt
und isoliert in seiner Ablehnung gegen Hitler dasteht, muss
durch eine solche Aktion das Gefühl bekommen, dass eine große
Schar Gleichgesinnter neben ihm steht."
Als die Frage
gestellt wurde : "Und wenn es nicht gelingt ?" Antworteten
sie nur, dass sie sehr zweifeln gegen die starken Wände von
Angst und Schrecken anzukommen, aber "wir werden unser
bestes geben, denn wir haben die Haltung und die Hingabe zu
zeigen, dass es noch nicht aus ist mit der Freiheit der Menschen.
Der NS steht für den Namen des Bösen, er ist eine geistige
Krankheit, die das deutsche Volk befallen hat. Wir dürfen nicht
zusehen und schweigen, wie diese Krankheit unser Volk zerstört".
  
Alexander Schmorell Christoph
Probst Willy
Graf
Einige Ausschnitte aus
dem letzten Flugblatt der "Weißen Rose":
"...Nach
der Niederlage von Stalingrad 1942 wurden dreihundertdreißigtausend
deutsche Männer wegen einer Strategie des Weltkriegsgefreiten
sinn-und verantwortungslos in Tod und Verderben gehetzt.
Führer, wir danken dir !!! ...
Wollen wir weiter einem Dilettanten das Schicksal unserer Armeen anvertrauen
? Wollen wir den niederen, Machtinstinkten einer Parteiclique den Rest der
deutschen Jugend opfern ? Nimmermehr !!! Der Tag der Abrechnung ist gekommen,
der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuungswürdigsten Tyrannis,
die unser Volk je erduldet hat. Im Namen der deutschen Jugend fordern wir
vom Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, das kostbarste Gut des
Deutschen zurück, um das er uns in der erbärmlichsten Weise betrogen hat..."
Das Ende der Gruppe:
Am 18.2.1943
wurden die ersten Mitglieder der Gruppe verhaftet ; bald erfolgten
weitere Inhaftierungen . Nach einer Verhandlung vor dem Volksgerichtshof
unter dem gefürchteten Richter Freisler wurden die Geschwister
Scholl und Probst am 22.2. und Prof. Huber und Schmorell am
13.7.1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet.
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