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Rechte Gewalttaten
(erarbeitet von Daniel Senz und Ayu
Mielke)
Im Jahre 2000 haben die Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund
den Höchststand erreicht.
Als Ursachen rechtsextremistischer Gewalt werden genannt:
fremdenfeindliche
Einstellungen |
Verlust
familiärer und gesellschaftlicher Bindungen |
soziale
Unzufriedenheit (z.B. fehlende Arbeits- und Ausbildungsplätze,
Zukunftsängste) |
Sinn-
und Wertekrise in der Gesellschaft |
Parteien-
und Politikverdrossenheit |
Präsentation
von Gewalt in den Medien |
Gewalt und Alkoholkonsum als Ausdruck von Gruppenzugehörigkeit |
Altersstruktur
der mutmaßlichen Gewalttäter (in %)
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1993 |
1994 |
1995 |
1996 |
1997 |
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16 – 17
Jahre |
20,5 |
22,8 |
24,0 |
27,8 |
26,8 |
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18 – 20
Jahre |
38,4 |
35,7 |
36,8 |
40,3 |
38,9 |
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21 – 30
Jahre |
34,7 |
33,3 |
32,8 |
25,8 |
29,0 |
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31 – 40
Jahre |
3,6 |
3,6 |
3,9 |
3,0 |
3,4 |
|
über
40 Jahre |
2,8 |
4,5 |
3,0 |
3,1 |
1,9 |
Die meisten
der Gewalttäter sind unter 30 Jahre alt. In den letzten 5
Jahren steigen deutlich die Zahlen, besonders bei den Jugendlichen.
Auch die
rechtsextremistischen Straftaten steigen bedrohlich
in die Höhe. Rechtsextremistische Gewalttaten in den Bundesländern
je 100.000 Einwohner (in %)
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Bundesland
|
Gewalttaten
in %
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Sachsen-Anhalt
|
3,04
|
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Mecklenburg-Vorpommern
|
2,84
|
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Brandenburg
|
2,38
|
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Thüringen
|
2,04
|
|
Sachsen
|
1,82
|
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Hamburg
|
1,36
|
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Niedersachsen
|
1,02
|
|
Bremen
|
0,90
|
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Berlin
|
0,88
|
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Schleswig-Holstein
|
0,87
|
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Rheinland-Pfalz
|
0,80
|
|
Baden-Württemberg
|
0,62
|
|
Nordrhein-Westfalen
|
0,48
|
|
Bayern
|
0,48
|
|
Hessen
|
0,36
|
|
Saarland
|
0,18
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Rechte Parteien
Die drei
größten rechten Parteien Deutschlands sind die DVU, REP und
die NPD. Sie haben insgesamt rund 37.000 Mitglieder.
Der Staat
hat den drei Parteien für ihre Parteifinanzierung ungefähr
10 Millionen DM aus Steuergeldern bezahlt.
Nicht nur
in Deutschland gibt es Rechtsextremismus. Um stärker zu werden,
bilden 11 Länder mit Deutschland eine Organisation. Unter
den Ländern sind auch die U.S.A., Russland und Schweden.
DVU (Deutsche Volks Union):
Der Gründer der DVU ist der Münchner Verleger Dr. Gerhard Frey. Die DVU
ist mit 17.000 Mitgliedern die größte rechte Partei in Deutschland,
obwohl die Mitgliederzahlen seit 1994 um 42,3 % gesunken
sind. Die DVU ein starker Konkurrent gegenüber den
anderen rechten Parteien. Nachdem die Partei im Jahr 1994
nicht an Wahlen teilgenommen hat, konnte sie von 1995 bis
`97 keine Erfolge vorweisen. 1998 sorgte der Wahlerfolg in
Magdeburg für große Aufregung. Sie schafften 12,9 % der Stimmen,
somit sind sie mit 16 Mandaten im Magdeburger Landtag vertreten.
REP (Republikaner):
Die 2.größte Partei sind die REP`s mit 14.000 Mitgliedern. Die
Partei ist 1983 gegründet worden. Der Vorsitzende der Partei
ist Rolf Schlierer. Die Partei wird von den anderen rechten
Parteien nicht als eine von "ihren" akzeptiert.
Demonstrationen und andere öffentlichen Aktionen sind Ausnahmeerscheinungen.
Sie fordern:
"Direktwahl
des Bundespräsidenten durch das Volk" |
"Verfassungsänderung,
die der Bundestag beschließt, müssen dem Volk zur Entscheidung
vorgelegt werden ( Volksentscheid )." |
"Einführung
von Volksbegehren und Volksentscheiden auf Bundesebene
nach dem Beispiel der Verfassung des Freistaates Bayern." |
"Die
Einhaltung des Gewaltenteilungsprinzips." |
"Verhinderung
des Missbrauchs staatlicher Einrichtungen durch politische
Parteien und Gruppen und Kampf gegen Parteibuchwirtschaft
bei Stellenbesetzungen in öffentlichen Verwaltungen." |
"Eine
Grundgesetzänderung bedarf neben der Zustimmung von
2/3 der Mitglieder des Bundestagesund des Bundesrats
der mehrheitlichen Zustimmung im Rahmen einer Volksbefragung." |
NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschland):
Die NPD ist die älteste, aber kleinste der 3 Parteien, sie wurde
1964 gegründet und hat nur 6.000 Mitglieder. Doch durch starke
Demonstrationen auf den Straßen, tritt sie als mächtigste
Partei hervor. Sie versteht es besonders, Neo-Nazis und Hooligans
zu mobilisieren. Ausserdem setzt sie auf ihre Jugendorganisation:
Junge Nationaldemokraten (JN). Die NPD wird von den Neo-Nazis
benutzt, um das Veranstaltungsverbot umgehen zu können. Bei
Wahlen hat die NPD unter den drei großen Parteien die geringsten
Erfolge vorzuweisen.
Das Verbot
der NPD darf nach Ansicht vieler nicht hinausgezögert werden,
da die Partei steigende Mitgliederzahlen vorzuweisen hat
und sie in Zukunft durch Wahlerfolge ein ernstzunehmender
politischer Faktor werden kann.
Ziele und Forderungen der NPD:
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Sie versucht, die rechtsextremistischen Strömungen zu bündeln. |
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Die
Partei will durch den "nationalen Sozialismus" die
höchste Form der "Volksgemeinschaft" verwirklichen. |
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Sie
steht mit einem "lebenswichtigen Menschenbild
gegen Fremdherrschaft und Fremd- bestimmung, gegen Überfremdung,
Ausbeutung und Unterdrückung, für deutsche Freiheit,
für Freiheit der Völker, für eine soziale Neuordnung
in Deutschland, die unserem Menschenbild entspricht". |
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Familie:
Mehr Kindergartenplätze und soziale Absicherung der
Familien. |
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Arbeit:
Vollbeschäftigung und soziale Sicherheit. |
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Wohnen:
Wohneigentum für jede deutsche Familie. |
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Freiheit:
Wiederherstellung der Grundrechte unter Volkssouveränität. |
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Frieden:
Völkerverständigung durch Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. |
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Heimat:
Die Vielfalt der Kulturen erhalten - Überfremdung und
Einwanderung stoppen. |
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Jugend:
Mehr Ausbildungsplätze und sinnvolle Freizeitangebote. |
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Sicherheit:
Wiederherstellung von Recht und Gesetz - Kriminalität
hart bekämpfen. |
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Umwelt: "Eine
intakte Natur ist die Grundlage unserer Zukunft." |
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"Die Ächtung
der Geschichtsklitterung zum Nachteil Deutschlands" |
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"Ein
Ende der einseitigen Vergangenheitsbewältigung. Wir
Deutschen sind kein Volk von Verbrechern." |
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"Ein
Eingeständnis unserer früheren Gegner, dass die zielgerichtete
Bombardierung der Zivilbevölkerung, die Ermordung und
Vertreibung von Millionen deutscher Zivilisten nach
dem Krieg und die Tötung deutscher Kriegsgefangener
Verbrechen sind, die auch heute noch geahndet werden
müsse." |
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"Kein Ersatz der Freiheit von Forschung und Lehre durch ein
staatlich verordnetes, von politischer Justiz überwachtes
Geschichtsbild zu Lasten Deutschlands." |
Die NPD setzt sich für eine Reform des deutschen Rechtsystems ein – nach,
wie die NPD selbst behauptet, "strengen rechtsstaatlichen
Grundsätzen" ein.
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