Zur Homepage der GSB ! Zur Startseite der GSB-"Zweigstelle" !
Work Web
Comenius
e-mail
Venedig
Geschichte
Markusplatz
Dogenpalast
Ghetto
Canale
Karneval
Lagune
Caorle
... so war's

Gheto Vechio

(von Janosch Baumann, Jannes Kiek-Ahrens und Jan Laschus)

Kleine, aber nicht unwichtige Vorbemerkung: Das beste Slush-Eis der Reise fanden wir im Ghetto. Es war absolut frisch gemacht und hatte einen tollen Geschmack. Außerdem war es verhältnismäßig günstig. Man hatte richtig Spaß am Slush-Eis. Doch nun zur Sache:

Was wir vorher nicht wussten: In Venedig gab es das erste Ghetto überhaupt. Das Wort "Ghetto" kommt aus dem Italienischen "geto", was so viel wie "Gießerei" bedeutet. Nur da nämlich, in der Nähe der Gießerei, durfte die jüdische Bevölkerung Venedigs ab dem 14. Jahrhundert wohnen. Die Juden erhielten die offizielle Erlaubnis, dort gegen eine alle 5 Jahre zu zahlende Gebühr zu leben, und als Erwerbstätigkeit wurde ihnen nur Geldverleih und Altkleiderhandel erlaubt.

 

Unsere persönlichen Eindrücke:
Als wir von der Fähre kamen, hatten wir noch andere Vorstellungen von "Ghetto": wir dachten an den 2. Weltkrieg und an die Ghettos bestimmter Großstädte.

Wir dachten, dass alles kleiner, kaputter oder einfach heruntergekommener wäre. Außerdem war das Ghetto, so wie wir uns das vorgestellt hatten, mit Mauern umzogen und mit Stacheldraht verziert. Wir dachten, dass das Ghetto außerhalb liegt und alles abgesperrt ist. Auch dachten wir, dass ein Ghetto nicht "luxuriös" ist.

Zu unserer Überraschung war alles offener und nicht viel anders als in der Innenstadt von Venedig, außer dass Gedenktafeln und Gedenkkränze an den Häusern hängen. Aber die Häuser waren dreckig, hässlich und sahen aus, als wenn sie in der Zeit was abgekommen hätten.

Wir stellten fest, dass die Menschen, die dort lebten, sich nicht von den anderen Venezianern unterschieden.

Die Synagoge im Ghetto unterschied sich nicht von denen in Deutschland.

Direkt am Fähranleger findet man ein jüdisches Restaurant mit "kosher" Essen.